Das geht uns alle an:

Mehr Personal im Krankenhaus!

DEMNÄCHST MEHR !!

Gastbeitrag: Stell dir vor, Du bist krank und keiner pflegt Dich…

23. August 2016  Allgemein
Carola Grodszinski Mitglied der Verdi Betriebsgruppe im Klinikverbund Südwest und ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Klinken Sindelfingen /Böblingen

Carola Grodszinski
Mitglied der Verdi Betriebsgruppe im Klinikverbund Südwest und ehemalige
Betriebsratsvorsitzende der Klinken Sindelfingen /Böblingen

Ergänzende Bemerkung zum Thema Gesetzliche Personalbemessung

Wenn wir eine gute pflegerische, medizinische Versorgung in unseren Kliniken wollen, muss unabhängig von Standortfragen und Finanzierungsproblemen der Kliniken für eine ausreichende Stellenbesetzung und attraktive Arbeitsbedingungen gesorgt werden. Flugfeldklinik hin oder her!

In letzter Zeit könnte man das Gefühl bekommen, es tut sich was bei der Bewältigung der Pflegemisere: gesetzliche Neuregelungen sind auf den Weg gebracht, wie das GKVVersorgungsstrukturgesetz, mit dem angeblich die bedarfsgerechte, flächendeckende Versorgung auf hohem Niveau sichergestellt werden soll. Allerdings wird auch das Pflegeförderprogramm an der besorgniserregenden Personalsituation in den Kliniken nichts ändern. 660 Millionen Euro für neue Stellen sieht das Gesetz in 2016 vor, das reicht für die Finanzierung von durchschnittlich 1 (einer!) Stelle in jeder Klinik. 2018 fördert das Programm nur rund 6000 Stellen in den circa 2000 Krankenhäusern, also 3 Stellen je Krankenhaus. Das ist nicht mal ein Trostpflaster!

Der Deutsche Ethikrat legte 29 Empfehlungen zur Verankerung und Gewährleistung der Patientenwohlorientierung in der Krankenhausversorgung vor. U.a. heißt es da:

Des Weiteren sollte die Situation der Pflege im Krankenhaus nachhaltig verbessert werden. Unter anderem sollten Pflegepersonalschlüssel in Abhängigkeit von Stations- und Bereichsgrößen für Krankenhäuser entwickelt und die Voraussetzungen für eine personale Kontinuität in der Pflege der Patienten geschaffen werden.

Es fehlen bundesweit 100 000 Pflegekräfte. (aktuelle Studie von Prof. Michael Simon,Hannover). Und im Klinikverbund Südwest sind das aktuell etwa 200 Pflegekräfte. Zynisch ist es nun, wenn diejenigen, die die katastrophale Situation ändern könnten, argumentieren, dass schon heute die ausgeschriebenen Stellen mangels Personal nicht besetzt werden können. Vor allem, wenn man, wie die CDU/SPD-Bundesregierung, durch möglichst rasche Einführung einer refinanzierten gesetzlichen Personalbemessung und damit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen dafür sorgen könnte, dass erfahrene Pflegekräfte den Beruf bis zum Rentenalter ausüben können und junge Menschen den Beruf überhaupt ergreifen.

Wir appellieren an alle Interessierten, ob als Verein, Bürgerinitiative oder politische Partei im Landkreis Böblingen, sich an die Bundesregierung zu wenden und diese aufzufordern, die Einführung einer refinanzierten gesetzlichen Personalbemessung in den Krankenhäusern endlich in Angriff zu nehmen und nicht weiter zu torpedieren.

Carola Grodszinski
Mitglied der Verdi Betriebsgruppe im Klinikverbund Südwest und ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Klinken Sindelfingen /Böblingen

Das Ende von CETA und TTIP kann eine Politikwende einleiten

22. August 2016  Allgemein

Axel_TroostVon Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE und stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE

Robert Zoellick, ehemaliger Präsident der Weltbank und US-Handelsbeauftragter ist skeptisch, dass sich noch eine Einigung beim umstrittenen TTIP-Abkommen zwischen den USA und der EU erreichen läßt. Zoellick wörtlich: „Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. … Theoretisch reicht die Ermächtigung zum Aushandeln des Abkommens bis ins Jahr 2018. Aber ich fürchte, dass Freihandelsgegner auch unter einer Präsidentin Clinton viele Gründe gegen TTIP finden werden – einfach weil sie den Wettbewerb scheuen.“

Die These von der Ablehnung des Wettbewerbs mag für Freihandels- und Globalisierungsfans überzeugend sein. Es geht in der Sache aber um einen anderen Begründungszusammenhang. Der US-Ökonom Stiglitz argumentiert in Übereinstimmung mit vielen Ökonomen und Politikern zurecht: „Es ist eine Lüge, dass alle von der Globalisierung profitieren. Wir müssen die Regeln des Wirtschaftens ändern. Abkommen wie TTIP sind Schritte in die falsche Richtung.“ Ganzen Beitrag lesen »

In Erinnerung an Rio Reiser: Lust auf Neues in einer echten linken Partei

19. August 2016  Allgemein

In diesen Tagen wird überall in den Medien an den Sänger Rio Reiser erinnert, der vor genau zwanzig Jahren, am 20. August 1996, im Alter von nur 46 Jahren starb. Dabei wird gern “vergessen”, dass Rio im November 1990 Mitglied der damaligen PDS wurde und die Partei bei vielen Wahlkämpfen unterstützt hat. Mit freundlicher Genehmigung des “neuen deutschland” veröffentlichen wir hier ein Interview vom 14. November 1990, in dem Rio seine Beweggründe erklärt, warum der “König von Deutschland” Mitglied der PDS wurde.

 

Haben Sie sich spontan entschieden, Mitglied der PDS zu werden?
Nein, vor drei, vier Wochen. Inzwischen hätte ich mir das ja auch noch einmal überlegen können. Aber man kann doch den kleinen Gysi jetzt nicht allein lassen. Außerdem kann man die Karte jederzeit zurückgeben. Das ist ein Druckmittel, das jedes Parteimitglied hat. Ganzen Beitrag lesen »

Die Klinik zahlt für jeden Ambulanzfall drauf

11. August 2016  Allgemein

Die Linke lud zu einer Podiumsdiskussion über den Zustand der Krankenhäuser

Unter dem Titel “Personalmangel im Krankenhaus gefährdet Ihre Gesundheit” veranstaltete der Kreisverband der Linken eine Podiumsdiskussion im Böblinger Arbeiterzentrum.

KREIS BÖBLINGEN. Der Sindelfinger Linken-Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Richard Pitterle moderierte und stellte gleich klar, dass es an diesem Abend nicht um den Klinik-Standort geht, sondern dass der Linken vor allem die mangelnde Personalausstattung Sorgen bereitet. Das Podium war mit Martin Loydl, dem Geschäftsführer des Klinikverbunds Südwest, mit Dr. Thomas Böhm, einem ehemaligen Betriebsrat des Stuttgarter Katharinenhospitals, und mit dem Linken-Parteivorsitzenden Bernd Riexinger besetzt.

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Unternehmenserben bleiben weiter verschont

11. August 2016  Allgemein
Foto: © DBT/Haar Inga IO1

Foto: © DBT/Haar Inga IO1

„Die Rekordeinnahmen bei der Erbschaftsteuer sind zum einen der Beweis, dass es zunehmend große Vermögen zu vererben gibt, zum anderen sind sie das Ergebnis vorweggenommener Vermögensübertragung im Hinblick auf die vom Bundesverfassungsgericht verlangte Neuregelung des Erbschaftsteuerrechts“, kommentiert Richard Pitterle, steuerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Erbschaft- und Schenkungsteuer. Pitterle weiter:

„Besonders pikant ist, dass die Unternehmenserben bei der Erbschaftsteuer außen vor bleiben. Dabei geht es nicht um den Bäckermeister nebenan, sondern um die Erben von großen Unternehmen, die von der Bundesregierung vor der Erbschaftsteuer beschützt werden. Eine Besteuerung der Unternehmenserben wäre ein wichtiger Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit.”

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben . . . Sommerfeschdle der Böblinger Linken . . .

03. August 2016  Allgemein