Das Regiment der „künstlerischen Freiheit“ – Leserbrief von Dr. Erhard Jöst

08. Juni 2022  Kultur

Dem Kulturausschuss des Gemeinderats wird immer wieder aufs Neue
gezeigt, dass er nichts zu melden hat. Manchmal wird er erst im
Nachhinein über getroffene Entscheidungen informiert wie etwa bei der
Vergabe der Ebene3 im K3 Heilbronn an den Theater-Intendanten Axel
Vornam, der sich nun als Heilbronner Kulturpapst aufspielt, der keine
Alternativen zu seiner Konzeption zulässt, schon gar nicht aus der
freien Kulturszene. Jüngster Beleg für diese Missachtung des
Kulturausschusses war dessen Sitzung am 2. Juni, denn das
Theaterprogramm der neuen Spielzeit wurde nicht dort, sondern erst einen
Tag später auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.
Offenbar lautet das Motto: Verkünden ist einfacher als sich einer
kritischen Diskussion mit Stadträten zu stellen. Das passt zu einem
Intendanten, der permanent betont, dass seine „künstlerische Freiheit“
das Maß aller Dinge sei. Diese kann er in seinen vier Spielstätten
uneingeschränkt praktizieren. Aber beim Verfassen von Berichten stößt
sie an Grenzen, die von den Regeln der Zeichensetzung und der
Rechtschreibung gesetzt sind. Denn damit die Leser den Sinn einer
Aussage verstehen können, sollte sich der Verfasser z. B. bei Homophonen
wie „viel“ oder „fiel“ unter Verzichte auf seine „künstlerische
Freiheit“ schon für die richtige Schreibweise entscheiden.

LINKE gegen Flächenverbrauch

24. Mai 2022  Umwelt

Redebeitrag zur Drucksache 133/2022 Sonderbauflächen Steinäcker
GR 19.5. 2022 Konrad Wanner
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Anwesende, vor anderthalb Jahren haben wir beiden Stadträte der LINKEN gegen die Umwandlung der
landwirtschaftlich hochwertigen Flächen in den Steinäckern in ein Gewerbegebiet gestimmt. Ganzen Beitrag lesen »

Eine lebenswerte Stadt – für Alle?

Die Kolumne von Stadtrat Konrad Wanner in der Heilbronner Stadtzeitung behandelt die vielen nicht barrierefreien Haltestellen in der Stadt. Sie können den Artikel zum besseren lesen anklicken.

In Gedenken an Walter Vielhauer

20. April 2022  Frieden, Reden

Silke Ortwein singt das Walter Vielhauer-Lied, Konrad Wanner steht neben ihr. Im Publikum OB Harry Mergel und Stadtrat Dr. Erhard Jöst.

Ansprache zum Gedenken an Walter Vielhauer, 19. April 2022
auf dem Friedhof Heilbronn, Konrad Wanner

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Antifaschist*innen, liebe
Kolleg*innen,

„Sicher blüht bei Euch im Neckartal jetzt bald alles zusammen wie schön ist es
dann dort.“
Mit diesen Worten endet ein Brief von Walter Vielhauer an seine Familie aus
dem KZ Dachau vom 22. April 1940. Ich konnte ihn im vergangenen Jahr zufällig
erwerben genauso wie einen Brief vom 1. Februar 1942, auch aus dem KZ
Dachau. Die SS hatte sie wohl nie abgeschickt, so fielen sie den Amerikanern
bei der Befreiung des KZ Dachau in die Hände.
Am 3. März 1933 wird Walter Vielhauer zusammen mit 40 weiteren
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Gedenkjahr Deutscher Bauernkrieg 2025

14. April 2022  Anfragen, Kultur
Anfrage von Stadtrat Dr. Erhard Jöst:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
2025 wird das Gedenkjahr, in dem wir auf den deutschen Bauernkrieg zurückblicken,
der dann fünfhundert Jahre zurückliegt. Bekanntlich hat er gerade in Heilbronn und dem
Unterland viele Spuren hinterlassen. Das Schicksal von zahlreichen Persönlichkeiten
aus der Region ist mit dem Bauernkrieg verbunden, es sei hier nur an Jäcklein
Rohrbach, die Schwarze Hoffmännin, den Götz von Berlichungen und den Maler Jörg
Ratgeb erinnert, dessen eindrucksvolles Altarbild man in der Schwaigener
Schlosskirche bewundern kann.

Kommunalpolitischer Austausch: Barrierefrei durch Heilbronn

13. April 2022  Allgemein
Der kommunalpolitischer Austausch des Kreisverbands DIE LINKE Heilbronn-Unterland findet am 23.4. online von 10 bis 12 Uhr statt. Dort wird die Kampagne für barrierefreie Haltestellen in Heilbronn besprochen. Beginnen werden mit einem Aktionstag der Aufbaugilde am 7.5. und Infostäden auf dem Kiliansplatz.
Weitere Themen aus Gemeinderat, Kreistag und Regionalversammlung finden ebenfalls ihren Platz beim Austausch. Interessierte sind herzlich willkommen:

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SWS Salzwerke Jahresabschluss

12. April 2022  Salzbergwerk

Dr. Erhard Jöst spricht im Gemeinderat zum Jahresabschluss der SWS und die Gründe diesem nicht zuzustimmen:

Die Millionen-Gewinne der Salzwerke in Höhe von 17 Millionen Euro mit Dividentenausschüttung in fast gleicher Höhe sind auf den ersten Blick erfreulich. Und gerade in der Gegenwart ist es für die Stadt dringlich, solche Gewinne für ihren Haushalt zu verbuchen. Aber es liegt in diesem Geldsegen auch die Gefahr, dass der Blick auf die Risiken vernebelt wird.

Diese bestehen in der Lanzeitdeponierung von Giftmüll. Wir fragen uns: Wie lässt sich diese mit den Aufsichtsratspflichten des Landes und seinen Aufgaben in den Genehmigungsprozessen vereinbaren? Wie lässt sich das mit der Pflicht der Stadt vereinbaren, für eine sichere und gesunde Zukunft ihrer Einwohnerschaft zu sorgen? Ganzen Beitrag lesen »

LINKE beantragt mehr sozialen Wohnungsbau

12. April 2022  Anträge, Wohnen

Anbei eine Rede von Konrad Wanner, die Dr. Erhard Jöst in Vertretung hielt. Mit der Rede wird ein Antrag auf mehr sozialen Wohnungsbau begründet.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Anwesende,

mit dem Bebauungsplan 03/031 Oststraße/Karmeliterstraße wird eine alte Baulücke am Rande der Heilbronner Innenstadt geschlossen, was wir LINKE ausdrücklich begrüßen. Die Schaffung von 33 Wohnungen wird dazu beitragen, die Versorgung mit Wohnungen in Heilbronn zu verbessern. Die bisher an diesem Ort ansässigen schwäbischen Hüttenwerke durch gute Wohnungen zu ersetzen, findet die Zustimmung von uns LINKEN. Ganzen Beitrag lesen »

„Städtepartnerschaft mit Novorossijsk“ – Redebeitrag von Dr. Erhard Jöst

30. März 2022  Allgemein, Frieden

Krieg ist nicht „die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“, wie es einst Carl von Clausewitz formuliert hat, sondern ein Menschheitsverbrechen. Der Krieg muss geächtet werden, daher auch Russlands Einfall in die Ukraine. Unsere Verachtung gilt allen, die einen Krieg führen, aber auch den Vorbereitern, Provokateuren, Kriegshetzern und vor allem den Profiteuren und Kriegsgewinnlern.
Ob freilich auf kommunalpolitischer Ebene bei der Partnerschaft mit Novorossijsk „die Aussetzung der offiziellen Gespräche und Begegnungen bis auf Weiteres“ die richtige Lösung ist, das ist fraglich. Andererseits sehen wir die Notwendigkeit, eine Reaktion zu zeigen und ein Zeichen zu
setzen.
Nach intensiven Beratungen haben daher mein Kollege Konrad Wanner und ich beschlossen, der Resolution für die Gruppierung der Linken im Gemeinderat zuzustimmen. Denn sie ist klar und deutlich formuliert, ohne Brücken ein für alle mal abzubrechen. Wir hätten uns noch gewünscht, dass unser Zusatz aufgenommen wird, der so lautet: Ganzen Beitrag lesen »

Städtepartnerschaft zu Novorossijsk beibehalten

10. März 2022  Frieden

Anläßlich eines Artikels in der Heilbronner Stimme zur Haltung der Fraktionen im Heilbronner Gemeinderat und der Nichterwähnung der LINKEN schrieb Konrad Wanner folgende Stellungnahme der LINKEN im Heilbronner Gemeinderat für die Öffentlichkeit

Stellungnahme:

Die LINKE unterstützt eine Stellungnahme des Gemeinderates und der Stadt mit der Verurteilung des Ukrainekrieges. Die Fortführung der Städtepartnerschaft mit Novorossijsk halten wir aber gerade in der derzeitigen Situation für notwendig, denn sie bietet die Möglichkeit, auf kommunaler Ebene die Menschen unserer beiden Städte in Verbindung kommen zu lassen, kulturellen, sportlichen und wirtschaftlichen Austausch zu fördern. Wir würden es für falsch halten, wegen des Angriffs auf die Ukraine die Brücken abzubrechen, die in einer Zeit nach diesem Krieg wieder den Austausch fördern könnten. Es wäre ein fataler Erfolg dieses Krieges, wenn solche völkerverbindenden Möglichkeiten wie die Städtepartnerschaft mit Novorossijsk zerstört werden würden.