Kein Fracking in Sicht …

06. Februar 2015  Allgemein, Anfragen, Berichte

… antwortet die Stadtverwaltung auf unsere Anfrage.

1. Wo wird auf dem Gebiet des Stadt- und Landkreises Karlsruhe derzeit:
a) Erdöl
b) Erdgas
durch welche Firma gefördert?

Der Stadtverwaltung, insbesondere der Qualitätssicherung der Trinkwasserversorgung (Abteilung T-TQ) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH (SWK) und dem Umwelt- und Arbeitsschutz (UA), die bei etwaigen Genehmigungen angefragt werden, sind keine Förderungen bekannt


2. Gibt es seit 2011 neue Anfragen oder Anträge von Firmen auf Erkundungen von Erdöl- oder Erdgasvorkommen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe?
a) Wenn ja, von welchen Firmen für welche Orte?
Die SWK wurden seit 2011 zu keinen neuen Erkundungs-Planungen befragt. Im Raum Karlsruhe wurde im Juli 2011 die bergrechtliche Erlaubnis auf „Kohlenwasserstoffe nebst den bei ihrer Gewinnung anfallenden Gasen“ für das Feld „Karlsruhe-Leopoldshafen“ durch die Landesbergdirektion erteilt. In 2013 wurde dort die Explorationsbohrung Leopoldshafen20 durch die Erlaubnisinhaberin, GDF Suez, durchgeführt. Es wurden keine abbauwürdigen Kohlen-wasserstoffvorkommen nachgewiesen.
3. Wurden an die zuständigen Behörden seit 2011 Anfragen oder Anträge gestellt, die Fracking-Methode im Gebiet des Stadt- und Landkreises Karlsruhe anzuwenden?
a) Wenn ja, von welchen Firmen für welche Orte?
Nach unserem Kenntnisstand gab es für das Stadtgebiet Karlsruhe keine Anfragen, Anträge oder derzeitige Förderungen von Erdgas oder Erdöl. Über den Landkreis Karlsruhe liegen dem UA keine Informationen vor. Zuständige Genehmigungsbehörde für derartige Bohrungen ist das Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau.
4. Gibt es seitens der Landesregierung Bestrebungen, in Baden-Württemberg das Fracking grundsätzlich zu verbieten?
a) Wenn ja, auf welchem Stand sind diese Bestrebungen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Bei der Dienstbesprechung der Wasserwirtschaftsverwaltung am 15.04.2014 war die Haltung der Landesregierung wie folgt:
„Kenntnis über die Umweltauswirkungen des Verfahrens und der eingesetzten Stoffe („Frack-fluide“) sind für eine Beurteilung oder gar Zulassung nicht ausreichend. Es wird weiterer Forschungsbedarf gesehen.“
„Die Landesregierung schließt sich den Ergebnissen der Studie (Gutachten des Umweltbundesamtes) an und hält die Zulassung von Fracking derzeit flächendeckend für nicht vertretbar.“
5. Welche grundsätzliche Haltung hat die Stadt Karlsruhe zur Fracking-Methode?
Aus Sicht des Umwelt- und Arbeitsschutzes bestehen große Bedenken gegen den Einsatz von Fracking im Stadtgebiet Karlsruhe (Gefährdung des Grundwassers, grundwasserstockwerks-übergreifende Bohrungen, Einsatz von unbekannten Chemikalien, Entsorgung des anfallen-den Abwassers usw.). Es besteht ein hohes Gefährdungspotential für die Umwelt (Grundwas-serschutz, Naturschutz, Bodenschutz) und für die Menschen.

 

3. Feb. 2015


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