Stadt übergeht Behindertenbeirat

11. April 2018  Allgemein, Berichte

Brief an Oberbürgermeister und Baubürgermeister

im März machten Mitglieder von Behindertenbeirat, Behindertenverbänden und Selbsthilfegruppen sowie die Behindertenbeauftragte darauf aufmerksam, dass die gemeinsam mit der Stadt geplante „Nachbesserung“ beim Bodenbelag in der Kaiserstraße von der Stadt als nicht realisiert bezeichnet wurde und die Entscheidung über den Bodenbelag dem Planungsausschuss überantwortet wird.

Die Behindertenbeauftragte Frau Weinert macht zu Recht darauf aufmerksam, dass die Stadt Karlsruhe eine Verpflichtung zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben hat. Dies muss doch auch und vor allem im Stadtzentrum gelten, noch dazu in einer Stadt, die Marktplatz und Einkaufszone gerade neu gestaltet! Es kann nicht sein, dass Menschen mit Behinderung in Zukunft zwar die unterirdischen Haltestellen der U-Strab nutzen können, nun aber oberirdisch nicht mehr mobil sind!

Wir bitten Sie nachdrücklich, das Menschenrecht auf Mobilität in Karlsruhe im Fall des neuen Bodenbelags in der Kaiserstraße zur „Chefsache“ zu machen. Eine optisch „schöne“ Gestaltung der Kaiserstraße ist keine, wenn sie den Ausschluss von Menschen mit Behinderungen an der Nutzung derselben bedeutet.

Wir bitten Sie im Zuge dessen, die enge Zusammenarbeit mit den Verbänden und Gruppen der Menschen mit Behinderungen aktiv fortzuführen – oder wieder aufzunehmen, bis eine einvernehmliche Lösung für die barrierefreie Gestaltung der neu zu planenden Flächen gefunden ist.

 

Mit freundlichem Gruß

Sabine Zürn

 


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