Pflichtaufgabe Schutz vor Gewalt

06. Juli 2018  Allgemein, Berichte, Position, Presseecho

Frauen, die Schutz vor häuslicher Gewalt suchen oder die sexualisierte Gewalt erlebt haben, finden in Karlsruhe Hilfe. Als „freiwillige Leistungen“ finanziert die Stadt Frauenhäuser und Beratungseinrichtungen.

Langfristig abgesichert und gut ausgestattet aber sind diese nicht: Die Prävention kommt zu kurz, es fehlen Notunterkünfte, die Beschäftigten sind stark überlastet und anderes mehr. Das könnte sich nun ändern:

Seit 2017 muss Gewalt, die aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit ausgeübt wird, wirksamer als bisher bekämpft werden. Grundlage ist die – weltweit – zunehmende oder mindestens gleichbleibende Problematik der Gewalt gegen Frauen. Wie so oft debattieren Bund und Länder darüber, wer die Finanzierung übernehmen soll. Die Fachstellen in Karlsruhe und die Kommunalpolitik können jetzt Zeichen setzen: Erstens die städtischen Hilfen für Opfer sexualisierter Gewalt mit einem klaren Votum aufstocken, zweitens diese Hilfen als selbstverpflichtende Daueraufgabe im Stadthaushalt verankern.

Sabine Zürn
Stadträtin DIE LINKE

aus:

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Juli 2018


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