Wiedereinführung Strompreisaufsicht gefordert – Energiewende als industriepolitisches Projekt

09. Oktober 2012  Allgemein, Bundestag, Startseite

Anläßlich der Medienberichte, wonach die Energiepreise um 37 Prozent gestiegen sind, sagt heute der Sindelfinger Bundestagsabgeordnete der Linken und Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages,  Richard Pitterle:
“Es ist nicht mehr hinzunehmen, dass nun auch noch die Beschäftigten, Erwerbslose und Rentner die Energiewende bezahlen sollen. Konzerne lassen sich von der Energiesteuer freistellen, die Kleinen sollen dafür blechen. Das ist niemandem mehr zu erklären und kann nur noch mit Kopfschütteln quittiert werden.” Pitterle verweist darauf, dass die Stromkonzerne sich an den Öko-Strom-Parks und an den Trassen “dumm und dämlich” verdienten. Andererseits würden gerade junge Familien mit Kindern besonders hart getroffen werden. “Bei ihnen läuft dauernd die Waschmaschine”. Gering-Verdiener könnten sich nur schlecht isolierte und damit billige Wohnung leisten. “Die Frage muss erlaubt sein: was sollen die denn machen? Frieren? So wird die Energiewende zu einer Umverteilungsmaschine nach oben.”
Pitterle fordert die Wiedereinführung der staatlichen Strompreisaufsicht, so wie es sie noch bis 2007 gab und die Energiewende als industriepolitisches Projekt zu behandeln. “Steuerfinanziert wäre dies eine gerechtere und vernünftigere Lösung”, so Pitterle abschließend.

und so stand es in BILD-online:

Inflationsangst
Energiepreise steigen um 37 Prozent

Berlin – So sorgen die Energiekosten dafür, dass unser Geld immer mehr an Wert verliert!
Während der Verbraucherpreisindex zwischen 2005 und 2011 lediglich um elf Prozent gestiegen ist, sind die Energiepreise im selben Zeitraum geradezu explodiert: um 37 Prozent!
Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage hervor (liegt BILD vor). Preistreiber Nummer eins ist danach das Heizöl: plus 52 Prozent.
Stärkster Kostenfaktor für die Haushalte bleibt aber weiterhin das Tanken.
Für Benzin und Diesel gab ein deutscher Haushalt im Jahr 2010 im Durchschnitt 1080 Euro aus – fürs Heizen und Warmwasser zusätzlich 991 Euro/Jahr.


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