“Bildungsreform trotz Spardiktat?” – Erhard Korn referierte, Diskussion auf hohem Niveau.

Bildungsreform_trotz_SpardiktatBildungsveranstaltung DIE LINKE. Leonberg
mit Erhard Korn
(GEW-Fachgruppe Hauptschulen und Leiter einer Grund- und Werkrealschule)
am Dienstag, 5. März 2013, im Leonberger „Vernissage“ (Stadthallenrestaurant)

LESEN SIE HIERZU DEN ARTIKEL AUS DER STUTTGARTER ZEITUNG VOM 9. MÄRZ

Ministerpräsident Kretschmann und der Koalitionspartner SPD haben nach den Wahlen 2011 eine gerechtere Bildungspolitik versprochen. Knapp zwei Jahre später stellt sich die Situation schlechter dar als zu Zeiten der CDU-/F.D.P.-Koalition.

Bildung muss schon in den Kindertagesstädten beginnen und die Teilnahme von Migrationskindern und Kindern aus schwachen sozialen Schichten ist aufgrund der hohen Kita-Gebühren (500 €) nicht möglich. Grüne und SPD planen nicht, diese abzuschaffen.

Die versprochene Schulreform wird keine sein – mit der Begründung, dass Fiskalpakt und Schuldenbremse umgesetzt werden müssten. Dies geht natürlich zu Lasten von LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern.

  • 11.600 Lehrerstellen sollen in den nächsten Jahren gestrichen werden
  • Lehrerfortbildung wird gekürzt
  • Die Klassen werden größer
  • Schulen sollen geschlossen werden
  • Die Kommunen sollen trotz drohender Pleiten stärker belastet werden.

Falls das Konzept Gemeinschaftsschule nicht umgesetzt wird, werden die Hauptschulen künftig weiter diskriminiert und fast alle Eltern werden bei freier Schulwahl bestrebt sein, ihre Kinder auf das Gymnasium zu schicken. Eine Einzelförderung wird es bei einer durchschnittlichen Klassenstärke von 30 Kindern nicht geben. Das Projekt Gemeinschaftsschule kann nur umgesetzt werden, wenn die nötigen Mittel bereitgestellt werden und LehrerInnen-Stellen geschaffen, statt abgebaut werden.

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