Mit Schokolade für gute Arbeitsbedingungen im Einzelhandel

SAMSUNGDie Sindelfinger Linke geht am kommenden Samstag von 9 bis 12 Uhr am Rande ihres Infostandes am Marktplatz in die Einzelhandelsgeschäfte und verteilt an die Verkäuferinnen Schokolade. „Mit dieser kleinen Aufmerksamkeit wollen wir gegenüber den Verkäuferinnen unseren Respekt für ihre Arbeit zum Ausdruck bringen,“ sagte der Ortsverbandsvorsitzende Reinhard Stübner bei der Planung der Aktion:

„Im Einzelhandel arbeiten besonders viele Frauen und die Arbeitsbedingungen sind meistens schlecht: Befristete Arbeitsverträge, erzwungene Teilzeit und oft geht es nur um einen Hungerlohn.  Wir sind froh, dass jetzt wenigstens die Beschäftigten, die in einem Tarifvertrag arbeiten, die Angriffe der Arbeitgeber abwehren konnten. Aber dieser Tarifvertrag muss für allgemein verbindlich erklärt werden, denn zu wenige werden von diesem Tarifvertrag geschützt. Wir brauchen auch schnell den gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohn. Das ist auch ein Schutz der anständigen Arbeitgeber gegen Billigstlohn- und Schmuddelkonkurrenz.

Oft verdienen Verkäuferinnen so wenig, dass sie noch mit Hartz IV aufstocken müssen. Man muss sich das mal vorstellen,“ empört sich Stübner, „da macht der Handel fast 21 Milliarden Gewinn im Jahre 2012 und lässt sich auch noch die Löhne der Mitarbeiterinnen vom Steuerzahler subventionieren. So was muss verboten werden. Dafür sammeln wir auch Unterschriften bei den Kunden.“

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Die Pakete sind versandfertig . . .

Die landesweite Aktion wurde in Böblingen vorbereitet

4.400 Schoki-Karten werden in 26 Einzelaktionen in Baden-Württemberg an Verkäuferinnen übergeben: Für einen guten Tarifvertrag, für die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags und für den Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde. Allerdings mussten die Schokis erstmal auf die Karten geklebt werden.

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Schokis drauf: Wie am Fließband.

“Das ist ja hier wie im Akkord,” sagte Richard, dem Elfriede, Angelika, Walter und Stefan zur Hand gingen. Aber in einer großen Fleißaktion konnte die AG Betrieb und Gewerkschaft am Dienstagnachmittag (3. Dezember) Pakete mit einem Gesamtgewicht von 182 Kilo zur Post bringen, damit sie pünktlich vor Ort waren. Die ersten Aktionen begannen schon am Freitag (Nikolaustag): Den Verkäuferinnen was Süßes. Und bei den Kunden Unterschriften sammeln für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Einzelhandel.


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