Urbès – moralische Verpflichtung auch für Daimler!

02. Mai 2017  Allgemein

Am Samstag, 29.04.2017 war eine Sindelfinger Delegation bestehend aus Hermann Kons, Gisela Stein und Reinhard Stübner bei der Gedenkveranstaltung im Vogesendorf Urbès zu Ehren der Zwangsarbeiter, die dort 1944 Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden. KZ-Häftlinge aus 6 Ländern sollten dort in einem unvollendeten Eisenbahntunnel unter unmenschlichsten Bedingungen Flugzeugmotoren für Daimler zusammenbauen.

Die Delegation aus Sindelfingen legte während der Gedenkveranstaltung an der Erinnerungstafel am Tunneleingang ein Gesteck mit weißen Rosen nieder, das vom Kreisverband Böblingen der LINKEN gestiftet wurde. In seiner Rede hat der Vertreter der Regionalverwaltung seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass wieder eine Delegation aus Deutschland gekommen ist. Dieser Anerkennung schlossen sich auch der anwesende Präfekt des Departements und der Bürgermeister des Ortes an.

Die Teilnehmer der Delegation, zu der sich auch der KZ-Forscher aus Offenburg Hans Peter Goergens gesellte, waren sich darin einig, dass die Erinnerung an diese Verbrechen wach gehalten und die historische Aufarbeitung intensiviert werden muss. Dies ist notwendig für eine Welt der Völkerverständigung ohne Rassismus und Krieg.

Sie sehen auch die Firma Daimler in der Pflicht, Arlette Hasselbach und Hans-Peter Goergens, die beide die Schicksale der Häftlinge erforschen, noch mehr als bisher ideell und materiell zu unterstützen.