Der Gäubote verweigert der Linken eine Anzeige für eine Wahlkampf-Veranstaltung

30. Juni 2017  Allgemein

Um auf eine Wahlkampfveranstaltung der Linken am Montag, 3. Juli, in Herrenberg aufmerksam zu machen, wollte ich in den dort verbreiteten Tageszeitungen, dem Gäuboten und der Kreiszeitung eine Anzeige schalten. Während die Kreiszeitung den Auftrag kommentarlos entgegennahm, lehnte der Gäubote die Anzeige ab. In der Anzeige wurde auf den Inhalt der Vortragsveranstaltung hingewiesen, nämlich auf die erfolgreiche Arbeit des Abgeordneten Pitterle im cum-ex-Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag, die es ermöglichte, dass nun Staatsanwaltschaften ermitteln und das ermogelte Geld zurückholen können. Im Anzeigen-Text stand u.a. der Satz “Reiche und Banken haben sich zusammengetan und mit windigen Aktiengeschäften den Staat um Milliarden geprellt.”
Das genügte wohl dem Anzeigenleiter des Gäuboten, Hendrik Pfister, mich anzurufen, um mir den Grund der Verweigerung der Anzeigenannahme bekannt zu geben: “Die Herrenberger Banken sind unsere Geschäftspartner, deshalb drucken wir Ihre Anzeige nicht.”
Es wäre mir ein leichtes, diesen Vorgang giftig und in epischer Breite in Hinsicht auf Pressefreiheit, ausgewogene Berichterstattung, Linken-Bashing usw. zu kommentieren. Dazu habe ich aber deshalb keine Lust, weil ich in diesen fast acht Jahren, in denen ich nun für die Pressearbeit der Linken im Kreis Böblingen zuständig bin, ganz andere Erfahrungen gemacht habe, und mich bis auf ganz wenige Ausnahmen auf eine faire Behandlung seitens der Zeitungen im Kreis verlassen konnte.
Deshalb entschuldige ich mich hiermit auch gegenüber Herrn Pfister für meinen spontanen Satz “Wenn schon die Anzeigenabteilung vor den Bankern den Schwanz einzieht, nach welcher Pfeife tanzt dann die Gäuboten-Redaktion?”
Die Anzeige finden Sie hier:
https://www.dropbox.com/s/598n3pccpuoqhwj/Anzeige_GB.pdf?dl=0

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Stefan Dreher
DIE LINKE. Kreisverband Böblingen
Presse und Öffentlichkeit

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