“Das Märchen der Deutschen” Filmvorführung und Diskussion

04. August 2013  DIE LINKE. KV Ulm/Alb-Donau

DAS MÄRCHEN DER DEUTSCHEN

FILM ZU PFLEGE, RENTE & SOZIALER UNSICHERHEIT
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Der unter Mitwirkung der pflegepolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Kathrin Senger-Schäfer entstandene 82 minütige Dokumentarfilm von Ralph T. Niemeyer wurde von der Bundestagskandidatin für die Partei DIE LINKE in Ulm, Eva-Maria Glathe, in einer sehr gut besuchten Veranstaltung im „Club Orange“ der Volkshochschule vorgestellt. Es handelte sich hierbei um eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Der Dokumentarfilm zeigte auch in den Bereichen Familienpolitik, Rente und dem Hartz IV – Komplex die Zusammenhänge zwischen sozialen Einschnitten einerseits und den Rettungsschirmen für Banken und krisengebeutelte Euro-Staaten auf.
Niemeyer hat Betroffene, aber auch Experten wie den Kölner Professor Christoph Butterwegge und Politiker von allen im Bundestag vertretenen Parteien befragt, darunter Renate Künast (DIE GRÜNEN), Frank – Walter Steinmeier (SPD), Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, den früheren Arbeitsminister Norbert Blüm und andere.
Die Verknüpfung von Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun zu haben scheinen, ist eine Spezialität von Ralph T. Niemeyer, der auch in Brüssel die Wirtschafts- & Währungskommissare Joaquin Almunia und Olli Rehn, sowie Kommissionpräsident José Manuel Barroso schon vor Ausbruch der Finanzkrise zu den Gefahren ebensolcher befragt hat.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi gaben Niemeyer entlarvende Antworten.
LINKE-MdB Kathrin Senger-Schäfer führte dann die Debatte mit dem Publikum, die sich auch um die Frage nach dem Teilkaskoprinzip bei der Pflege und dem alternativen Konzept der Partei DIE LINKE drehte.
Laut Senger-Schäfer handele es sich bei dem Pflegeneuausrichtungsgesetz um eine „weitere Schleifung des Sozialsystems“, denn nach wie vor solle die Pflege lediglich durch eine Teilabsicherung geregelt werden. Die Pflegeversicherung könne durchaus als Vollkostenabsicherung gestaltet werden und erklärte dies anhand des Konzeptes der „solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung“ ihrer Partei.
Der Filmemacher Ralph T. Niemeyer erklärte, er habe mit dem Projekt von der Eurokrise herunterbrechen wollen, was für „Geldbeutel-Themen“ im Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen könnten.
Zuletzt hatte Niemeyer einen weltweit beachteten Dokumentarfilm über die Reaktorkatastrophe von Fukushima mit exklusiven Bildern aus der Sperrzone gedreht und hierbei die Frage, wieso ein Land, welches zwei Atom-Bombenabwürfe erlitten hat, derartig auf Atomkraft setzt, wie Japan, mit dem Schicksal der „Hibakusha“, den Überlebenden von Nagasaki und Hiroshima verknüpft.


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