{"id":1161,"date":"2020-04-23T09:25:38","date_gmt":"2020-04-23T07:25:38","guid":{"rendered":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/?p=1161"},"modified":"2020-04-23T09:25:38","modified_gmt":"2020-04-23T07:25:38","slug":"heraus-zum-1-mai-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/2020\/04\/23\/heraus-zum-1-mai-2020\/","title":{"rendered":"Heraus zum 1. Mai 2020!"},"content":{"rendered":"\n<h3><strong>1. Mai \u2013 Tag der (Sorge) Arbeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Feminist*innen haben schon in den vergangenen Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass&nbsp;der 1. Mai&nbsp;nicht nur der Tag der sogenannten  produktiven Arbeit ist, sondern auch der reproduktiven Arbeit \u2013 all jener  Sorget\u00e4tigkeiten, die meist schlecht bezahlt werden oder auch unbezahlt Zuhause stattfinden und die zum allergr\u00f6\u00dften Teil von Frauen und Queers,&nbsp;unter ihnen sehr viele Migrantinnen, ausgef\u00fchrt  werden. Angesichts der aktuellen Pandemie und ihrer gesellschaftlichen Folgen gilt das f\u00fcr diesen&nbsp;1. Mai&nbsp;wie nie zuvor. Sorgearbeit ist zwar nicht mehr so  unsichtbar wie zuvor, aber sie ist heute noch intensiver und noch prek\u00e4rer.  Deshalb m\u00fcssen wir uns organisieren und gemeinsam k\u00e4mpfen, damit wir aus der  Krise die Erkenntnis hin\u00fcberretten, dass sich jegliches Gesellschaftssystem um das Leben drehen muss und nicht um den Profit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/die-linke-esslingen.de\/files\/2020\/04\/20200417-1024x600px-Newsletter-1024x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5021\" \/><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h3>Solidarit\u00e4t braucht Organisation:<br>Menschen vor Profite<\/h3>\n\n\n\n<p>Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter*innenbewegung. Zum ersten Mal seit 130 Jahren wird der Tag in diesem Jahr ohne Demonstrationen und Versammlungen der Besch\u00e4ftigten und ihrer Gewerkschaften ablaufen, aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus. <br>Solidarit\u00e4t hei\u00dft dieses Mal: Abstand halten.<br>Doch weiter gilt: Gemeinsam sind wir stark!<br>Die Corona-Krise hat gezeigt: Ohne die Besch\u00e4ftigten geht es nicht. Gesundheit, Pflege, Landwirtschaft, Arzneimittel und Medizintechnik, Einzelhandel, Reinigungskr\u00e4fte, Logistik und Postzustellung \u2013 das ist systemrelevant! Aber so werden die Besch\u00e4ftigten \u2013 in der Mehrzahl Frauen \u2013 nicht bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DIE LINKE fordert:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Systemrelevante Berufe m\u00fcssen auch so bezahlt werden! Corona-Zulagen von 500 Euro f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten in versorgungsrelevanten  Berufen.<\/li><li>Alle Besch\u00e4ftigte mit notwendigem engen<\/li><li> Kontakt zu vielen Menschen m\u00fcssen<\/li><li> Schutzkleidung und Gefahrenzulagen zum<\/li><li> Gehalt bekommen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Viele Unternehmen versuchen die Krise f\u00fcr sich zu nutzen. Sie legen den Besch\u00e4ftigten schlechtere Arbeitsvertr\u00e4ge vor oder zwingen die Besch\u00e4ftigten ohne ausreichenden Gesundheitsschutz zu arbeiten. Die Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung helfen den Unternehmen mehr als den Besch\u00e4ftigten. F\u00fcr die Unternehmen werden unbegrenzt Kredite bereitgestellt und Sozialversicherungsabgaben erlassen. Einen echten Rettungsschirm f\u00fcr die Menschen gibt es bisher nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DIE LINKE fordert:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Lohnfortzahlung, die zum Leben reicht! Mit den Gewerkschaften fordern wir: Das Kurzarbeitergeld muss auf 90 Prozent aufgestockt werden. Die Differenz wird durch die Unternehmen gezahlt, die von den Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen befreit sind.<\/li><li> Gesundheitsschutz geht vor Profit! Wir brauchen gesellschaftliche, demokratische Entscheidungen, welche Arbeiten unbedingt gemacht werden m\u00fcssen. Die Entscheidung darf nicht den einzelnen Arbeitgebern \u00fcberlassen werden.<\/li><li> K\u00fcndigungsschutz! Unternehmen, die finanzielle Hilfen erhalten, d\u00fcrfen Besch\u00e4ftigte nicht entlassen. Alle befristeten Arbeitsvertr\u00e4ge werden verl\u00e4ngert. Ausgelagerte Dienstleistungen d\u00fcrfen w\u00e4hrend der Krise nicht gek\u00fcndigt werden.<\/li><li> Kein Zwang zum Arbeitseinsatz! Erwerbslose oder Asylbewerber*innen f\u00fcr Ernteeins\u00e4tze in der Landwirtschaft zu verpflichten, lehnen wir ab. <\/li><li>Mieterschutz! Keine K\u00fcndigungen von Wohnungen w\u00e4hrend der Krise. Keine Mieterh\u00f6hungen. Zwangsr\u00e4umungen, Strom-, Wasser- und Telefonsperrungen m\u00fcssen verboten werden. <\/li><li>Keine Dividenden, keine Boni f\u00fcr Manager in der Krise! Die gro\u00dfen Unternehmen wollen 44 Mrd. Euro an Dividenden an ihre Aktion\u00e4rinnen auszahlen \u2013 w\u00e4hrend der Staat aus Steuergelder und Umlagefinanzierung 650 Milliarden Euro f\u00fcr die Unternehmen bereitstellt.<\/li><li>Die Reichen m\u00fcssen zahlen! F\u00fcr eine gerechte Finanzierung der Kosten der Krise wollen wir eine Abgabe auf hohe Verm\u00f6gen \u2013 5 Prozent ab der zweiten Million!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>DIE LINKE k\u00e4mpft mit den Besch\u00e4ftigten und ihren Gewerkschaften. F\u00fcr Arbeit, die zum Leben passt. <\/strong><br><strong>F\u00fcr eine Gesellschaft, in der Menschen vor Profite gehen. <\/strong><br><strong>Macht mit.<br>Zeigt euch. Lasst euch nicht einsch\u00fcchtern.<br>Und bleibt gesund.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file aligncenter\"><a href=\"https:\/\/die-linke-esslingen.de\/files\/2020\/04\/20200416_A5Kopiervorlage-ErsterMai_farbe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Flyer A5 1. Mai 2020 zum Ausdrucken und Verteilen<\/a><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/die-linke-esslingen.de\/files\/2020\/04\/20200501_Beitragsbild.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5022\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Mai \u2013 Tag der (Sorge) Arbeit Feminist*innen haben schon in den vergangenen Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass&nbsp;der 1. 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