{"id":6321,"date":"2022-02-15T15:21:59","date_gmt":"2022-02-15T14:21:59","guid":{"rendered":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/?p=6321"},"modified":"2022-02-15T15:25:31","modified_gmt":"2022-02-15T14:25:31","slug":"mit-abstand-und-zuversicht-redebeitrag-marc-dreher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/2022\/02\/15\/mit-abstand-und-zuversicht-redebeitrag-marc-dreher\/","title":{"rendered":"Mit Abstand und Zuversicht: Redebeitrag Marc Dreher"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_510\" aria-describedby=\"caption-attachment-510\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-510\" src=\"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/files\/2019\/03\/Marc_Dreher_LU0A0572Q-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/files\/2019\/03\/Marc_Dreher_LU0A0572Q-300x300.jpg 300w, https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/files\/2019\/03\/Marc_Dreher_LU0A0572Q-150x150.jpg 150w, https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/files\/2019\/03\/Marc_Dreher_LU0A0572Q-768x768.jpg 768w, https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/files\/2019\/03\/Marc_Dreher_LU0A0572Q-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/files\/2019\/03\/Marc_Dreher_LU0A0572Q.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-510\" class=\"wp-caption-text\">Kreisrat und Vorstandsmitglied in Ostfildern Marc Dreher<\/figcaption><\/figure>\n<p>Liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger,<\/p>\n<p>mich freut es zu sehen, dass wir heute \u00fcber politische Lager hinweg zusammengekommen sind, um ein klares Zeichen f\u00fcr Demokratie und ein solidarisches Miteinander zu setzen.&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Vorredner haben schon einige wichtige Punkte genannt. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle pers\u00f6nliche Erfahrungen und Eindr\u00fccke als Student und Musiker einbringen.&nbsp;<\/p>\n<p>Als Kulturschaffender hat man es in diesen Zeiten nicht leicht. Die auch schon vor Corona gebeutelte Kulturbranche war als erstes von den Einschr\u00e4nkungen betroffen und wird vermutlich als letztes aus dieser Situation herauskommen. Das gemeinsame Erleben von Musik, Theater oder Kabarett sind alles Dinge, welche gerade zusammen mit anderen Menschen besonders Spa\u00df machen und deshalb in Zeiten einer Pandemie problematisch sind, wo Abstand halten das erste Gebot ist. Die Kulturschaffenden haben die Einschr\u00e4nkungen jedoch weitestgehend solidarisch mitgetragen, obwohl sie wohl allen Grund h\u00e4tten, auf die Stra\u00dfe zu gehen um zu protestieren. Denn es ist ja doch manchmal recht unverst\u00e4ndlich, weshalb kulturelle Orte &#8211; trotz strengem&nbsp;&nbsp;Hygienekonzept und 2G Regelungen &#8211; st\u00e4rker reglementiert werden, als der ein oder andere Bundesligaverein, in dessen Stadion nun wieder Zehntausende zu Gast sein d\u00fcrfen.&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als Student, f\u00e4llt mir ein konkretes Beispiel ein, an dem ich deutlich machen will, wie wir einen vern\u00fcnftigen Diskurs f\u00fchren k\u00f6nnen. In Baden-W\u00fcrttemberg wurde im November letzten Jahres die 2G Regelung f\u00fcr Universit\u00e4ten erlassen. Dies hat nat\u00fcrlich f\u00fcr Diskussionen unter der Studierendenschaft gef\u00fchrt. Ich pers\u00f6nlich, obwohl 3 fach geimpft, finde diese Regelung falsch, da der Zugang zu Bildung nicht umsonst ein hohes Gut in unserem Land darstellt und meines Erachtens nicht am Impfstatus festgemacht werden soll. Vor drei Wochen kippte der Verwaltungsgerichtshof in Baden-W\u00fcrttemberg diese Regelung. Und gerade das zeigt doch: Der demokratische Rechtsstaat funktioniert! Wir leben nicht in einer herbeifantasierten Diktatur!&nbsp;<\/p>\n<p>In fast allen Bereichen der Gesellschaft gab und gibt es selbstverst\u00e4ndlich Unmut \u00fcber gewisse Entscheidungen der Regierung. Vermutlich kann jeder und jede von uns hier \u00e4hnliche Beispiele aus dem Alltag berichten. Einzelne Ma\u00dfnahmen darf man durchaus kritisch sehen, man kann sie sogar ablehnen, ich habe ja darauf hingewiesen. Aber der wesentliche Grundsatz, dass es sich bei diesem Virus um eine ernstzunehmende Pandemie handelt, die das Leben von vielen Menschen bedroht und jede Person ein St\u00fcck der individuellen Freiheit zu Gunsten der Gesamtgesellschaft zur\u00fcckstecken muss, sollte weiterhin unser Denken und Handeln leiten.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass wir als Gesellschaft zu einer solchen differenzierten Sichtweise zur\u00fcckkehren. Es gibt nicht nur Schwarz und Wei\u00df, sondern viele Graut\u00f6ne. Finden wir wieder zu einem demokratischen Diskurs \u00fcber die Pandemiema\u00dfnahmen zur\u00fcck und zeigen gleichzeitig klare Kante gegen\u00fcber Verschw\u00f6rungsideologien, Antisemitismus, Hetze sowie Hass und Gewalt. Gerade dies ist mir wichtig zu betonen, angesichts der Geschehnisse, welche sich hier bei uns in Ostfildern und in den sozialen Netzwerken in den letzten zwei Wochen abgespielt haben!&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, mich freut es zu sehen, dass wir heute \u00fcber politische Lager hinweg zusammengekommen sind, um ein klares Zeichen f\u00fcr Demokratie und ein solidarisches Miteinander zu setzen.&nbsp; Meine Vorredner haben schon einige wichtige Punkte genannt. 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