{"id":743,"date":"2020-01-07T21:37:53","date_gmt":"2020-01-07T20:37:53","guid":{"rendered":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/?p=743"},"modified":"2020-01-07T21:37:53","modified_gmt":"2020-01-07T20:37:53","slug":"links-solidarisch-feministisch-die-erste-frauenkonferenz-der-linken-baden-wuerttemberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/2020\/01\/07\/links-solidarisch-feministisch-die-erste-frauenkonferenz-der-linken-baden-wuerttemberg\/","title":{"rendered":"links.solidarisch.feministisch &#8211; die erste Frauen*konferenz DER LINKEN. Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe Frauen*, <br>unsere erste Landesfrauen*konferenz findet statt! <br>Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie  ein linker Feminismus aussehen kann. Wie organisieren wir die gesellschaftlich  notwendigen Arbeiten wie Erziehungs- und Hausarbeiten, die auch im 21.  Jahrhundert nach wie vor \u00fcberwiegend von Frauen* erledigt werden? Wie wollen wir  in und um DIE LINKE zusammen arbeiten? Was muss sich insbesondere in  Baden-W\u00fcrttemberg \u00e4ndern, um gleiche Teilhabe und Repr\u00e4sentation zu garantieren?  Diese und viele andere Themen wollen wir gemeinsam in zw\u00f6lf Workshops  diskutieren. Au\u00dferdem freuen wir uns auf ein spannendes Podiumsgespr\u00e4ch zum  Frauen*streik am Samstagabend: \u201eWenn wir streiken, steht die Welt still &#8211;  Frauen*streik gestern und heute\u201c mit Kerstin Wolter (Frauen*streik Berlin),  Jutta Meyer-Siebert (Frauenstreik 1994), Franziska Stier (Feministischer Streik  Basel) und Lisa Neher (Aktionsb\u00fcndnis 8. M\u00e4rz Stuttgart). <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Wann?<\/strong><br>Samstag, 15.2.2020 von 10.30 Uhr bis Sonntag, 16.2.2020 bis 15.30 Uhr <br><br><strong>Wo?<\/strong> Jugendherberge Heilbronn | Paula-Fuchs-Allee 3 <br><br><strong>ANMELDEN<\/strong>  k\u00f6nnt ihr euch unter<strong> lag-frauen@die-linke-bw.de<\/strong> <br><br>Der  Teilnehmerinbeitrag (inkl. \u00dcbernachtung und Verpflegung) betr\u00e4gt 20 Euro erm\u00e4\u00dfigt, 30 Euro regul\u00e4r und 40 Euro soli. <br><br>Wenn  ihr Kinderbetreuung oder ein barrierefreies Zimmer ben\u00f6tigt, gebt uns bitte  zeitnah Bescheid. <br>Die  Jugendherberge ist barrierefrei. <br><br>Die  Frauen*konferenz ist eine Veranstaltung des Landesverbandes DIE LINKE  Baden-W\u00fcrttemberg in Organisation der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und der  Landesfrauenbeauftragten. <br><strong>Sie richtet sich an alle Frauen* in und um DIE  LINKE.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Details  zum Programm:<\/strong><br><\/h2>\n\n\n\n<h3>Workshops: <br><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Care Revolution als \nfeministische Perspektive (Gabriele Winker)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Menschen gelingt es  kaum noch, neben den hohen Anforderungen in der Erwerbsarbeit gut f\u00fcr sich und andere zu sorgen. Diese allt\u00e4gliche \u00dcberbeanspruchung, die insbesondere Frauen betrifft, ist mit der systemischen Unf\u00e4higkeit des Kapitalismus verkn\u00fcpft, ein gutes Leben f\u00fcr alle zu erm\u00f6glichen. Statt Profitmaximierung und Kostensenkung stellt die Strategie der Care Revolution menschliche Bed\u00fcrfnisse und insbesondere die Sorge umeinander ins Zentrum politisch-\u00f6konomischen Handelns.  <br><br>Im Workshop k\u00f6nnen wir u.a. dar\u00fcber diskutieren, wie sich vor Ort der Aufbau  einer Care-Bewegung mit einer feministischen, antirassistischen und die Klassenspaltung \u00fcberwindenden Politik verbinden l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Gabriele Winker, \nSozialwissenschaftlerin und aktiv im Netzwerk Care Revolution<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kampagnen und Aktionen \nf\u00fcr geb\u00fchrenfreie Kitas und zum 8. M\u00e4rz (Sahra Mirow)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Grundrecht auf Bildung beginnt in der Kita, deswegen m\u00fcssen Kitas geb\u00fchrenfrei sein. Bildung als Menschenrecht anzuerkennen und auch die entsprechenden Ma\u00dfnahmen ableiten, das ist seit jeher eine unserer grundlegendsten Forderungen. Nun geht es in die  konkrete Umsetzungsphase der Kita-Kampagne. <\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam wollen wir  \u00fcberlegen, wie wir uns als LINKE in die Kampagne einbringen. Was f\u00fcr Aktionen planen wir und wie wollen wir uns daf\u00fcr aufstellen?<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wollen wir \ngemeinsame Aktionen zum 8. M\u00e4rz planen. <br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr eine feministische verbindende Klassenpolitik (Sabine Skubsch)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von prek\u00e4ren  Arbeitsbedingungen, schlechten L\u00f6hnen und Altersarmut sind Frauen  \u00fcberdurchschnittlich betroffen. Unser Feminismus tritt f\u00fcr eine verbindende feministische Klassenperspektive ein. <br><br>US-Feministinnen haben j\u00fcngst ein Manifest  f\u00fcr den \u201eFeminismus f\u00fcr die 99 %\u201c herausgegeben, in dem sie sich gegen die  neoliberale Vereinnahmung des Feminismus abgrenzen. Teilweise nachzulesen  unter:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-zeitschrift-luxemburg\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"IOzt1Hocsy\"><a href=\"https:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/feminismus-99-prozent-manifest\/\">Feminismus f\u00fcr die 99 Prozent. Ein Manifest (Auszug)<\/a><\/blockquote><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Feminismus f\u00fcr die 99 Prozent. Ein Manifest (Auszug)&#8220; &#8212; Zeitschrift LuXemburg\" src=\"https:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/feminismus-99-prozent-manifest\/embed\/#?secret=IOzt1Hocsy\" data-secret=\"IOzt1Hocsy\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir suchen politische  Linien, Begrifflichkeiten und Slogans, wie wir in Baden-W\u00fcrttemberg eine verbindende feministische Klassenpolitik st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Parit\u00e9 f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg \u2013 landespolitische Ziele und Projekte f\u00fcr einen linken Feminismus (Sahra Mirow)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Frauenpolitik war in Baden-W\u00fcrttemberg noch nie einfach. In kaum einem anderen Bundesland musste die Gleichstellung und Partizipation von Frauen* so m\u00fchsam erk\u00e4mpft werden wie hier.  Beim Frauenanteil in den Kommunal- und im Landesparlament ist Baden-W\u00fcrttemberg Schlusslicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam wollen wir die Situation im Land beleuchten und Ziele und Projekte f\u00fcr ein feministisches Profil der LINKE definieren. Wie schaffen wir eine Parit\u00e9 f\u00fcrs Land \u2013 nicht nur in den Parlamenten? <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstagsm\u00fctter: Auf der \nSuche nach ihren verschleppten Angeh\u00f6rigen (Aynur Karlikli)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eSamstagsm\u00fctter\u201c kommen  seit 1995 jeden Samstag auf den Galatasaray-Platz in Istanbul zusammen. Immer wieder l\u00f6st die t\u00fcrkische Polizei diese friedlichen Demonstrationen auf und begegnet den Demonstrantinnen mit Gewalt. Sie machen auf das Schicksal von den in den 80er und 90er Jahren verschleppten und verschwundenen Menschen  aufmerksam, die gr\u00f6\u00dftenteils aus den kurdischen Gebieten im S\u00fcdosten der T\u00fcrkei  stammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen \u00fcber den Kampf  jener Frauen berichten, die die gr\u00f6\u00dfte Gewalt erlebt haben, die einer Mutter widerfahren kann. Dar\u00fcber, wie sie trotz der gro\u00dfen staatlichen Unterdr\u00fcckung, nicht davor zur\u00fcckschrecken, nach der Gerechtigkeit und ihren Kindern weiter zu  suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden auch \u00fcber die  Frauen berichten, die in Stuttgart, Deutschland und in vielen Europ\u00e4ischen  L\u00e4ndern zu der Stimme der Samstagsm\u00fctter geworden sind.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr eine \nsichere Geburtshilfe (Myriam Maldacker)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die F\u00f6rderung der \nKindergesundheit beginnt mit Schwangerschaft und Geburt. In die Geburtshilfe zu \ninvestieren hei\u00dft also, in eine gesunde Gesellschaft zu investieren!<\/p>\n\n\n\n<p>Die geburtshilfliche  Versorgung steht jedoch vor komplexen Problemen. Zahlreiche &nbsp;geburtshilfliche Angebote wurden in den vergangenen Jahren geschlossen. Frauen erleben die Geburt in \u00fcberf\u00fcllten Krei\u00dfs\u00e4len mit viel zu wenigen Hebammen. Medizinisch nicht notwendige Routineeingriffe, h\u00e4ufig als Gewalt empfunden, geh\u00f6ren zum Klinikalltag. Familien finden nur mit M\u00fche eine Hebamme f\u00fcr die Betreuung w\u00e4hrend der Schwangerschaft und im Wochenbett.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Referentin dieses \ninteraktiven Workshops, Myriam Maldacker, ist seit 2014 im Elternprotest aktiv, \nwar zwei Jahre im Bundesvorstand in der&nbsp;Bundeselterninitiative Mother Hood \ne.V.&nbsp;und ist am Runden Tisch Geburtshilfe in BaW\u00fc dabei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen wir DIE LINKE \nfeministischer machen? (Lisa Neher)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>DIE LINKE ist eine feministische Partei, die f\u00fcr Geschlechtergerechtigkeit nicht nur in der  Gesellschaft, sondern auch in den eigenen Reihen k\u00e4mpft. Ein notwendiges Mittel  dazu ist die Geschlechterquotierung aller \u00c4mter und Kandidaturen, allerdings reicht das nicht aus. In Baden-W\u00fcrttemberg haben wir nur einen Frauenanteil von  26,3 %. <br>Wir wollen diskutieren, wie wir das \u00e4ndern k\u00f6nnen: <br>Wie k\u00f6nnen wir  Frauen* ansprechen und f\u00fcr DIE LINKE gewinnen? Welche Strukturen schrecken Frauen* ab, sich aktiv in der LINKEN einzubringen? Und was m\u00fcsste passieren,  dass sich das \u00e4ndert?<br><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Krankenhaus statt Fabrik\u201c- ein Kampf f\u00fcr die Anerkennung von Care-Arbeit (Claudia  Wannersdorfer)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Gesundheits- und  Pflegebereich liegt der Anteil weiblicher Arbeitskr\u00e4fte bei 91 %. Auch im Privaten sind es vielfach Frauen, welche die L\u00fccken des staatlichen Gesundheitssystems durch unbezahlte Sorgearbeit auffangen. Doch f\u00fcr diese wertvolle Arbeit werden die Frauen weder anerkannt noch ad\u00e4quat entlohnt.  <br>Gesundheit darf keine Ware sein, Kranke kein Mittel der Gewinnmaximierung. Wir wollen dar\u00fcber reden, welche Gesundheits- und Pflegeversorgung wir wollen und wie wir die aktuellen K\u00e4mpfe unterst\u00fctzen und ausweiten k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Claudia Wannersdorfer ist vom B\u00fcndnis \u201eKrankenhaus statt Fabrik\u201c, www.krankenhaus-statt-fabrik.de\/<\/p>\n\n\n\n<p>Ver.di \n(angefragt)<br><br><\/p>\n\n\n\n<h4>Ank\u00fcndigungstexte f\u00fcr  folgende Workshops folgen zeitnah online unter <a href=\"http:\/\/www.die-linke-bw.de\/\">www.die-linke-bw.de<\/a> :<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Unser \nFeminismus ist unteilbar antirassistisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(G\u00f6kay Akbulut)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Queerfeminismus: \nFeminismus hei\u00dft die Geschlechtervielfalt feiern (Arbeitstitel)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(LAG  Queer)<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitale \nGewalt gegen Frauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Anne  Roth)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimastreik: There is no planet B \n(Arbeitstitel)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Linksjugend  [\u2018solid] )<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Podiumsgespr\u00e4ch:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Samstag  17:30-19:30: <br><strong>Wenn wir streiken, steht die Welt still \u2013 Frauen*streik  gestern und heute<\/strong><br><br>In Spanien nahmen 2018 \u00fcber f\u00fcnf Millionen Menschen am Frauenstreik teil, ein Jahr sp\u00e4ter trat die Schweiz in den feministischen Ausstand und auch in Deutschland gibt es seit \u00fcber einem Jahr eine  Frauenstreikbewegung, die gegen neoliberale und rechte Angriffe auf Frauenrechte auf die Stra\u00dfe geht und dem 8. M\u00e4rz ein neues politisches Gewicht verleiht. <br><br>Die Frauenstreikbewegung setzt ein klares Zeichen: <br>Frauen arbeiten \u2013 \u00fcberall, ob bezahlt oder unbezahlt, doch ihre Arbeit z\u00e4hlt nicht so viel wie die der M\u00e4nner und bleibt oft unsichtbar. Der Streik richtet sich aber auch gegen h\u00e4usliche Gewalt und die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen und politisiert damit auch den Streik als Kampfmittel. <br><br>Auf dem Podium wollen wir uns \u00fcber den aktuellen Stand der Frauenstreikbewegung in Deutschland und der Schweiz austauschen, aber auch zur\u00fcckblicken auf den Frauenstreik 1994, der aus der  bundesdeutschen Geschichtsschreibung beinahe verschwunden ist. <br><br>Es diskutieren  Kerstin Wolter (Frauen*streik Berlin), Jutta Meyer-Siebert (Frauenstreik 1994),  Franziska Stier (Feministischer Streik Basel), Lisa Neher (Aktionsb\u00fcndnis 8.  M\u00e4rz Stuttgart)  <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Frauen*, unsere erste Landesfrauen*konferenz findet statt! Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie ein linker Feminismus aussehen kann. Wie organisieren wir die gesellschaftlich notwendigen Arbeiten wie Erziehungs- und Hausarbeiten, die auch im 21. Jahrhundert nach wie vor \u00fcberwiegend von Frauen* erledigt werden? Wie wollen wir in und um DIE LINKE zusammen arbeiten? Was muss sich insbesondere &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/2020\/01\/07\/links-solidarisch-feministisch-die-erste-frauenkonferenz-der-linken-baden-wuerttemberg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201elinks.solidarisch.feministisch &#8211; die erste Frauen*konferenz DER LINKEN. 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