{"id":979,"date":"2020-02-19T07:41:39","date_gmt":"2020-02-19T06:41:39","guid":{"rendered":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/?p=979"},"modified":"2020-02-24T12:46:43","modified_gmt":"2020-02-24T11:46:43","slug":"standpunkt-status-umweltschutz-februar-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linke-bw.de\/ostfildern\/2020\/02\/19\/standpunkt-status-umweltschutz-februar-2020\/","title":{"rendered":"Standpunkt: Status Umweltschutz Februar 2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Die aktuellen Themen, insbesondere die politischen\nEreignisse, lassen die warnenden Umweltberichte der letzten Jahre schnell in\nVergessenheit geraten. Es mu\u00df aber immer wieder, nicht nur mit oberlehrerhaftem\nZeigefinger, darauf aufmerksam gemacht werden, da\u00df kein wichtigeres Thema f\u00fcr\nunsere Zukunft existiert, als die Schaffung eines sauberen und funktionierenden\n\u00d6kosystems.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Hinweise \u00fcber die katastrophalen\nZust\u00e4nde hinsichtlich der Gew\u00e4sserverm\u00fcllung mit Kunststoffabf\u00e4llen, die\nentdeckte Anreicherung von Nanopartikel &#8211; eben aus diesen Abf\u00e4llen stammend &#8211;\nin der Nahrungskette, die weiterhin abnehmenden Waldbest\u00e4nde und Ressourcen\nweltweit und andere Dinge mehr, sind im Tagesgeschehen untergegangen. Lediglich\ndas Insektensterben findet mancherorts ein Geh\u00f6r, wenn es meist dabei auch nur\num die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse der Landwirte geht, in deren Bereich der\nEinsatz von chemischen Stoffen unterbunden oder eingeschr\u00e4nkt werden soll und\ndie Bauern damit den unmittelbaren Konkurs bef\u00fcrchten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann w\u00e4re da noch die Debatte um die steigenden\nKohlendioxyd- und Feinstaubbelastungen. Diese bilden zusammen das\nallgegenw\u00e4rtige Narrativ, welches als ein offizielles &#8218;Wir-tun-doch-was&#8216;\nbenutzt wird. Dieses Tun entpuppt sich bei n\u00e4herer Betrachtung als\nErpressungsmittel und interessantes Absatzfeld f\u00fcr vielf\u00e4ltige neue Produkte.\nDas E-Auto ist das bekannteste. Die CO<sub>2<\/sub>-Debatte ist offenbar\nkonsumf\u00f6rdernder als alle Werbema\u00dfnahmen zusammen. Nat\u00fcrlich ist die starke\nErw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re nachgewiesen, das soll nicht bestritten werden, aber\neine Verhinderung der daraus &#8211; aber nicht nur daraus &#8211; abzusehenden\nUmweltkatastrophe wird mit den derzeitigen Ma\u00dfnahmen nicht m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten 3 Jahren ist nichts geschehen, was die Umwelt praktisch und langfristig entlastet. Im Gegenteil; die G\u00fcterproduktion, der Energieverbrauch und die Abfallberge sind weltweit weiterhin stark gestiegen. Die in gro\u00dfer Zahl in Deutschland aufgestellten Windkraftwerke decken derzeit rund 18% (Quelle: UBA 2018) des j\u00e4hrlichen nationalen Strombedarfs. Die regenerativen Energiequellen insgesamt rund 36%. Ein Ausbau der regenerativen Energieversorgungssysteme ist in Deutschland kaum noch m\u00f6glich. Trotzdem sollen die AKW und Kohlekraftwerke in B\u00e4lde hier vom Netz genommen, die E-Mobilit\u00e4t gef\u00f6rdert und stromfressende Digitaltechniken weiter ausgebaut werden. Der daf\u00fcr notwendige Strom wird dann im europ\u00e4ischen Stromverbund zugekauft. Das wird eine sehr unsaubere und teure L\u00f6sung, nur um die hiesigen Umweltvorgaben sch\u00f6nzurechnen. Nicht alles an Strom kann aus dem \u201asauberen\u2018 Norwegen kommen. Es wird vieles aus den ach so verschm\u00e4hten, \u00fcberalterten und schmutzigen Atom- und Kohlekraftwerken aus dem Rest von Europa hergeschafft. <\/p>\n\n\n\n<p>Und weiter; das anhaltende Problem der Kunststoffverm\u00fcllung\nder Gew\u00e4sser, insbesondere der Weltmeere, ist nicht gel\u00f6st, es ist noch nicht\neinmal konkret angegangen worden, au\u00dfer, da\u00df viel Papier beschrieben wurde.\nGut, das Forschungsschiff der Alfred-Wegener-Stiftung untersucht derzeit\nStr\u00f6mungen mit Kunststoffpartikel im Nordatlantik. Aber, die Frage des gesunden\nMenschenverstandes ist doch; wie kommen diese \u00fcberhaupt ins Meer? Jene Frage\nist, man staune, bereits seit langem beantwortet; nur es wird gegen diese\nVerschmutzungsquellen nichts getan. Denn dann m\u00fc\u00dften wir alle u.a. in folge\nunseren Konsum sehr stark einschr\u00e4nken &#8211; was durchaus machbar w\u00e4re &#8211; und die\nIndustrie w\u00fcrde viel weniger produzieren &#8211; was nicht erw\u00fcnscht ist -.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwei Dinge sind f\u00fcr die Wirtschaft ma\u00dfgebend; erstens, das gegenw\u00e4rtige System mu\u00df bestehen bleiben und zweitens, mit der Aufarbeitung von Abf\u00e4llen l\u00e4\u00dft sich kein gutes Geld verdienen. Der Neo-Liberalismus hat diese beiden f\u00fcr ihn handlungsbestimmenden Umst\u00e4nde anscheinend in Beton gegossen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Internationale Einhaltung von Umweltabkommen, eine wirksame internationale Bev\u00f6lkerungs- und Bildungspolitik in Verbindung mit einer weltweiten Konsumreduzierung sind das dringende Gebot. Hier mu\u00df jeder auf jeden achten. Zudem ist es erforderlich, Systeme aufzubauen, welche die bisherigen Verschmutzungen und Sch\u00e4den an der Umwelt wieder in Ordnung bringen. Die Technologie hierf\u00fcr ist vorhanden. Das sind politisch einzufordernde Notwendigkeiten, welche derzeit in keiner Weise nachgekommen wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">Dipl.-Ing. Reinhard Nottberg <br>73770 Denkendorf, im Februar 2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuellen Themen, insbesondere die politischen Ereignisse, lassen die warnenden Umweltberichte der letzten Jahre schnell in Vergessenheit geraten. 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