{"id":1225,"date":"2019-03-17T13:35:13","date_gmt":"2019-03-17T12:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/linke-bw.de\/petersblog\/?p=1225"},"modified":"2019-03-17T13:35:13","modified_gmt":"2019-03-17T12:35:13","slug":"wirtschaftliche-entwicklung-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linke-bw.de\/petersblog\/2019\/03\/17\/wirtschaftliche-entwicklung-2019\/","title":{"rendered":"Wirtschaftliche Entwicklung 2019"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre\n2007\/2008 wurde der Grundstein f\u00fcr einen wirtschaftlichen Aufschwung gelegt,\nder im Wesentlichen von den Notenbanken ausging. Sie verhinderten den globalen\nFinanzkollaps und kurbelten mit extrem niedrigen Zinss\u00e4tzen und der Flutung der\nFinanzm\u00e4rkte den Aufschwung an. Die inzwischen auslaufende Expansion war eine\nder l\u00e4ngsten der Nachkriegszeit. Die Zentralbanken der entwickelten\nkapitalistischen L\u00e4nder pumpten Billionen US-Dollars in die\nWirtschaftskreisl\u00e4ufe, wobei sich die US-\u00d6konomie als Motor der langen\nExpansion erwies.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inzwischen schw\u00e4cht sich die Weltkonjunktur ab, wie\neine Untersuchung der OECD feststellt. Vor allem die entwickelten\nkapitalistischen L\u00e4nder werden von dem Abw\u00e4rtstrend erfasst. Das best\u00e4tigen\nauch wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute wie zum Beispiel das\nKieler Institut f\u00fcr Weltwirtschaft und das Deutsche Institut f\u00fcr\nWirtschaftsforschung in Berlin. Schon in der 2.H\u00e4lfte des Jahres 2018\nstagnierte die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts global, besonders bedingt\ndurch die Entwicklung des Au\u00dfenhandels. Als Reaktion auf die Abschw\u00e4chung hat\ndie US-Notenbank (FED) einen Kurswechsel eingeleitet. Nachdem sie seit 2015 in\nmehreren Schritten die Nullzins-Politik gelockert und ihre Ankaufspolitik von\nWertpapieren zur\u00fcckfuhr, um eine \u00dcberhitzung der Wirtschaft und inflation\u00e4re\nTendenzen zu vermeiden, hat sie nun deutlich gemacht, dass sie den Kurswechsel\nweiterf\u00fchrt und die staatliche Ausgabenpolitik und auch die Geld- und\nKreditpolitik der Notenbank wieder eher expansiv ausgerichtet werden. Das wird\nvoraussichtlich einen positiven Wachstumstrend hervorrufen, obwohl nicht\nunterschlagen werden darf, dass es weitere Anzeichen f\u00fcr ein Auslaufen der\nExpansionsentwicklung gibt. Die Verbindlichkeiten von Unternehmen, Banken und\nKonsumenten haben auf hohem Niveau weiter zugenommen und die\nVerm\u00f6genspreisblase zu platzen droht. Es kommt hinzu, dass auch die Wirtschaft\nder VR China schw\u00e4chelt, ein m\u00f6glicherweise ungeregelter Brexit droht, die\nEurozone insgesamt lahmt und die US-Administration Handelskriege beginnt. Der\nInternationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) benennt drei Risiken:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.Die Versch\u00e4rfung des Protektionismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.Die R\u00fcckkehr zu niedrigen Zinsen k\u00f6nnte Unsicherheit\nerzeugen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Die Wertpapiere und Immobilien an den M\u00e4rkten sind\nweit \u00fcberbewertet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Konjunkturzyklus hat seinen Scheitelpunkt\n\u00fcberschritten, obwohl die ultralockere Geldpolitik die Probleme \u00fcbert\u00fcncht hat.\nDie Grundlage der Wirtschaftsentwicklung bleibt der Konjunkturzyklus, selbst\nwenn versucht wird, die Probleme durch Verschuldungspolitik zu entsch\u00e4rfen.\nKreditpolitik kann den Zyklus modifizieren und ist seit den 80er Jahren des\nletzten Jahrhunderts immer wichtiger geworden. Durch die Liberalisierung der\nFinanzm\u00e4rkte und auch die die Deregulierung der Arbeitsverh\u00e4ltnisse entstanden\nVoraussetzungen f\u00fcr Aufschw\u00fcnge aber auch f\u00fcr Abschw\u00fcnge bei R\u00fccknahme der\nVerschuldungspolitik. Insgesamt gilt, dass die Trendwende bei den\nkapitalistischen Hauptl\u00e4ndern eine Gradwanderung bleibt. Schon eine kleine\nAbschw\u00e4chung der Niedrigzinspolitik kann Marktturbulenzen ausl\u00f6sen und zu einem\nAbw\u00e4rtstrend der Konjunktur f\u00fchren ebenso wie gerade diese Politik die\nSpekulationsblase bei Wertpapieren und Immobilien zum Platzen bringen kann.\nWirtschaftsbeobachter gegen allerdings f\u00fcr 2019 nur von einer leichten\nAbschw\u00e4chung der Wirtschaftsentwicklung aus. Nouriel Roubini, ein international\nanerkannter \u00d6konom, meint dazu:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDoch falls sich einige der skizzierten negativen\nSzenarien verwirklichen, k\u00f6nnte der synchronisierte Abschwung 2019 zu einem\nweltweiten Wachstumseinbruch und steilen Marktabsturz in 2020 f\u00fchren.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>(1)Siehe zu dem Aufsatz: Joachim Bischoff&nbsp; in Sozialismus aktuell vom 15.3.2019 und\nNouriel Roubini in <\/strong><a href=\"http:\/\/www.project-indicate.org\"><strong>www.project-indicate.org<\/strong><\/a><strong> und weitere\nLinks vom 8.2.2019.<\/strong>\n\n\n\n\n\nfffffffffffffff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2007\/2008 wurde der Grundstein f\u00fcr einen wirtschaftlichen Aufschwung gelegt, der im Wesentlichen von den Notenbanken ausging. 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