Deutschland bleibt spitze – im Niedriglohnsektor

Kommentar zu einer international vergleichenden Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung zur Beschäftigung im Niedriglohnsektor:

Der traurige Spitzenplatz Deutschlands im Vergleich der Lohndumping-Standorte führt nicht nur zu wachsender sozialer Ungleichheit hierzulande, er birgt auch enorme Gefahren für die wirtschaftliche Stabilität Europas.

Der hohe Anteil der Niedriglohnbeschäftigten besitzt enorme Sprengkraft. Es droht nicht weniger als die völlige soziale Spaltung des Landes. Deutschland bleibt bis auf weiteres Europas Lohndumpingstandort Nr. 1. Nicht die südeuropäischen Staaten haben über Ihre Verhältnisse gelebt, Deutschland ist bei den Löhnen weit unter seinen Möglichkeiten geblieben. Dagegen hilft nur ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, von mindestens zehn Euro pro Stunde. Damit könnten die Lebensumstände von sechs bis acht Millionen Menschen auf einen Schlag verbessert werden. 300.000 Vollzeitbeschäftigten könnte der demütigende Gang zum Sozialamt erspart werden.

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