Alle auslaufenden Mietpreisbindungen verlängern

09. September 2015  Allgemein, Anfragen, Presseecho, Pressemitteilung

Zwischen 2008 und 2015 hat sich die Anzahl geförderter Mietwohnungen in Karlsruhe nahezu halbiert, auf derzeit rund 3.600. Im Jahre 2000 gab es in Karlsruhe noch rund 10.200 geförderte Mietwohnungen. Umgekehrt steigt die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die auf erschwingliche Mietwohnungen angewiesen sind, aber keine mehr finden. Die LINKE im Gemeinderat hält es deshalb für erforderlich, alle auslaufenden Mietpreisbindungen im Bestand der städtischen Volkswohnung zu verlängern, mit Unterstützung durch die Stadt.

Bei Wohnungsbaugenossenschaften und privaten Trägern von geförderten Mietwohnungen sollte die Stadt Karlsruhe ebenfalls auf die Verlängerung auslaufender Mietpreisbindungen hinwirken, und dies unterstützen. „Wir wollen, dass alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, erschwingliche Mietwohnungen in Karlsruhe zu erhalten“, begründen Stadträtin Sabine Zürn und Stadtrat Niko Fostiropoulos ihre diesbezügliche Anfrage an die Stadtverwaltung.

Im Folgenden die Anfrage im Wortlaut:

  1. Wie viele mietpreisgebundene Wohnungen gab es in Karlsruhe im Jahr 2005 bei?

 

a)    Städtischer Volkswohnung (VoWo)

b)    Baugenossenschaften

c)    Privaten

 

  1. Wie viele mietpreisgebundene Wohnungen gibt es derzeit noch bei?

 

a)    VoWo

b)    Baugenossenschaften

c)    Privaten

 

  1. Wie viele mietpreisgebundene Wohnungen wird es voraussichtlich 2025 geben bei?

 

a)    VoWo

b)    Baugenossenschaften

c)    Privaten

 

  1. Wie viele mietpreisgebundene Wohnungen werden Stand heute bis 2025 voraussichtlich neu geschaffen sein von?

 

a)    VoWo

b)    Baugenossenschaften

c)    Privaten

 

Angesichts der sich anbahnenden Knappheit an erschwinglichem Mietwohnraum in Karlsruhe könnte die Volkswohnung insofern einen Beitrag leisten, als sie prinzipiell alle auslaufenden Mietpreisbindungen verlängert, bis sich der Wohnungsmarkt in Karlsruhe wieder entspannt hat.

 

  1. Ist die Stadt bereit, sich bei der VoWo für diese Option einzubringen?

 

  1. Wäre die Stadt bereit, die VoWo, aber auch andere Wohnungsbau-genossenschaften und –Träger hinsichtlich dieser Option zu unterstützen?

 

 

Wenn nein, warum nicht?

 

 

 

Sachverhalt / Begründung:

 

 

Die Mieten steigen, seit Jahren fallen Wohnungen ersatzlos aus der Mietpreisbindung. Die städtische Volkswohnung investiert nun kräftig in neue Mietwohnungen. Damit kann jedoch der Bedarf v.a. an erschwinglichen Mietwohnungen in Karlsruhe absehbar nicht gedeckt werden. Jahrzehntelang wurde die Fehlentwicklung auf dem Wohnungsmarkt in Karlsruhe schlicht ignoriert. Nun müssen alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Auch die, bestehenden erschwinglichen Mietwohnraum mit aller Kraft zu erhalten.

 

 

Unterzeichnet von:

 

Sabine Zürn                                                                                               Niko Fostiropoulos

 

 

 

 

MEDIENECHO:

Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE | 17.09.2015 Seite 27
 
Linke pro Mietpreisbindung
 
BNN – Gegen den Mangel an erschwinglichen Mietwohnungen protestiert die Linke. Die Partei appelliert deshalb, alle auslaufenden Mietpreisbindungen im Bestand der städtischen Volkswohnung zu verlängern. Auch andere Träger sollen zu dieser Haltung gebracht werden. Von 2008 bis 2015 habe sich die Zahl geförderter Mietwohnungen in Karlsruhe nahezu halbiert, auf derzeit 3 600. Dabei sei die Zahl der Bürger, die auf günstige Wohnungen angewiesen sind, enorm gestiegen.


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