Leiharbeit in Karlsruhe – und ihre Auswirkungen

17. Mai 2016  Allgemein, Anfragen

Leiharbeiter/innen, für die Unternehmen willkommene Billigarbeitskräfte, sind permanent von Entlassung bedroht. Sie können kaum soziale Kontakte im Betrieb aufbauen, werden im Gegenteil von der regulären Belegschaft als unliebsame Billiglohnkonkurrenz angesehen. Wechselnde Arbeitsstätten und Arbeitszeiten führen auf Dauer zur Verarmung sozialer Kontakte im privaten Umfeld – Leiharbeit auf längere Dauer macht krank. Die entsprechenden Folgekosten trägt die Gesellschaft, auch die Kommunen. Nicht umsonst bezeichnen Gewerkschaftskreise die Leiharbeit als Sklavenarbeit – während die Leiharbeitsfirmen ihre Profite daraus schlagen. – Wie sieht’s z. B. bei der Stadtverwaltung damit aus? ist ein eine unserer Fragen dazu:

 

Anfrage

 1. Wie hat sich die Anzahl der in Leiharbeit Beschäftigten in Karlsruhe von je 2013 bis heute entwickelt?
 

2. Wie verteilt sich der Anteil der in Leiharbeit Beschäftigten in Karlsruhe von je 2013 bis heute auf

 

a) Helfer/erin

b) Fachkraft

b) Spezialist/in

d) Expert/in

 

3. Wie haben sich die Zahlen der beendeten Arbeitsverhältnisse zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmer/innen von je 2013 bis heute entwickelt?

 

a) Insgesamt beendete Arbeitsverhältnisse

b) nach 1 Woche beendet

c) zwischen einer Woche und 3 Monaten beendet

d) nach 3 Monaten und mehr beendet

 

Die Agentur für Arbeit begründet Vermittlungen in Leiharbeit oft damit, niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in den 1. Arbeitsmarkt zu schaffen.

 

4. Wie viele vormals Arbeitslose (absolut und in Prozent) haben es in Karlsruhe zwischen 2013 und heute geschafft, nach maximal 2 Jahren Leiharbeit dauerhaft außerhalb der Leiharbeit beschäftigt zu bleiben?

 

Leiharbeit bei der Stadtverwaltung und den städtischen Gesellschaften:

 

a) Wie viele Leiharbeiter/innen wurden je von der Stadtverwaltung und den städtischen Gesellschaften je in den Jahren 2013 bis heute beschäftigt?

 

b) Um welche Arten von Tätigkeiten handelt es sich hauptsächlich bei diesen Leiharbeitsverhältnissen?

 

c) wie viele von diesen Leiharbeitsverhältnissen wurden je bei der Stadtverwaltung und je bei den städtischen Gesellschaften ein Mal oder mehrmals verlängert?

 

d) Wie viele dieser Leiharbeitsverhältnisse je bei der Stadtverwaltung und je bei den städtischen Gesellschaften gìngen in ein festes Arbeitsverhältnis über (absolute Zahlen und in Prozent?

 

Unterzeichnet von:   Sabine Zürn                     Niko Fostiropoulos


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