KSC wird in absehbarem Zeitraum nicht zurückzahlen können

24. November 2017  Allgemein, Position

Wir sind für ein neues Wildparkstadion. Aber wir halten die vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossenen Zahlungsvereinbarungen mit dem KSC bezüglich des Stadionneubaus für ein 100-prozentiges Steuergeschenk an den Profifußball. Das lehnen wir ab. Im Schlussbericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes zum städtischen Haushalt 2016 findet sich eine Bestätigung unserer Haltung:

Das Amt bezweifelt, dass der KSC die schon bestehenden Mietschulden, die er bei der Stadt hat, im Rahmen der Pachtverträge für das neue Stadion in absehbarer Zeit begleichen kann. Nach unserer Information sind das mindestens 3,5 Mio €. Diese Verbindlichkeiten bestehen in Form sogenannter Besserungsscheine. Diese müssen erst beglichen werden, wenn der KSC in der Lage ist, sein Eigenkapital zu erhöhen.

 

In der jüngsten Mitgliederversammlung des KSC im Oktober äußerte sich Geschäftsführer Sandrock entsprechend: „Kurzum: Diese Besserungsscheine sind keine Bedrohung für den KSC, sondern helfen ihm weiter.“ Mit mehreren Partnern habe man Besserungsscheine (also einen vorläufigen Forderungsverzicht) über insgesamt 6,8 Mio € vereinbart.

 

Wir bleiben bei unserer Haltung: Der Profifußball ist ein millionenschweres Geschäft und es ist nicht auf Aufgabe der Kommunen, fußballerisch wenig erfolgreichen Profivereinen ein neues Stadion ganz aus Steuermitteln zu schenken. Dass die Stadt einen Anteil übernimmt, dagegen haben wir prinzipiell keine Einwände. (d.e.)


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