Prävention – nicht für die Südstadt?

12. Juli 2019  Allgemein

Nach beunruhigenden Meldungen über Immobilienverkäufe hat sich die Bürger-Gesellschaft der Südstadt (BGS) der Sache angenommen.

Das führte zu zwei Gemeinderatsanträgen für Erhaltungssatzung und Milieuschutz, die nach der Sommerpause weiterbehandelt werden. So weit so gut. Irritierend ist die Reaktion der Stadtverwaltung: Sie sieht in der Südstadt derzeit keine Gefahr für eine Verdrängung weniger betuchter Bewohner/innen über Luxussanierungen.

Man erinnert sich, wo sonst überall die Stadt ihr präventives Handeln hervorhebt. Nichts anderes macht und fordert die BGS: Handeln bevor es zu spät und nicht mehr zu beeinflussen ist. Die BGS hat nun die Bürger/innen aufgerufen, sie über Umbaumaßnahmen, Hausbesitzerwechsel usw. zu informieren. Es mag für Profitgeier unangenehm sein, wenn man ihnen schon frühzeitig auf die Finger guckt. Seitens der Bürgergesellschaft, die die „breite soziale und ethnische Durchmischung“ in der Südstadt erhalten will, ist das allerbeste Präventionsarbeit.

Niko Fostiropoulos
Stadtrat DIE LINKE

aus: Karlsruhe: Stadtzeitung –Ausgabe vom 12. Juli 2019


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