Stadtzeitungskolumne zur Friedrich-Ebert-Trasse

17. August 2020  Allgemein

Friedrich-Ebert-Trasse – Beitrag von Stadtrat Konrad Wanner für die aktuelle Stadtzeitung

Im Norden von Heilbronn zieht sich ein grünes Band quer durch das Wohngebiet unterhalb des Wartbergs – die Friedrich-Ebert-Trasse, 1,2 km lang und 18m breit. Die Grundstücke befinden sich in städtischem Besitz. Seit 1930 ist die Trasse in allen Stadtplänen eingezeichnet. Geplant war sie als Umgehungsstraße um Heilbronn, von der Neckarsulmer Straße zur Paul-Göbelstraße. Was damals vielleicht Sinn machte, weil die Wohnungen an der Bahnlinie endeten, wäre heute blanker Unsinn.

Links und rechts der freigehaltenen Fläche entstanden in den letzten 60 Jahren teils mehrstöckige Wohnhäuser. Der botanische Obstgarten wäre gefährdet und müsste weichen. Und: man stelle sich die Automassen und endlosen LKW-Kolonnen vor, die sich bei Staus am Weinsberger Kreuz auf dieser Straße mitten durchs Wohngebiet wälzen würden. Die LINKE hat im Rahmen des Mobilitätskonzeptes 2030 beantragt, „keine 2-streifige Verbindungsachse zwischen der B27 und B39 (Friedrich-EbertTrasse)“ zu bauen. Es ist an der Zeit, zu erkennen, dass sich die Zeiten geändert haben. Heilbronn braucht keine Stadtautobahn, sondern Wohnungen. Ein sozial und ökologisch gestaltetes Wohnareal unter dem Wartberg wäre eine Antwort auf die nach wie vor existierende Wohnungsnot. Konrad Wanner, 4.8.2020 Sprecher der Gruppe DIE LINKE im Gemeinderat Heilbronn


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