Wissensstadt HN

25. August 2022  Schule, Soziales

Dr. Erhard Jöst schreibt eine Kolumne in der Heilbronner Stadtzeitung: Da die Linke problematische Entwicklungen stets offen anspricht, kann sie umgekehrt positive Entscheidungen glaubwürdig loben. Und dies ist in den Bereichen Bildung und Wissenschaft von den KiTas über die Schulen bis zum Ausbau des Uni-Bereichs in letzter Zeit der Fall. Die vielen Millionen, die von der Stadt für den Neubau (Gerhart-Hauptmann- und demnächst Neckartal-Schule) bzw. für die Renovierung von Schulgebäuden (Damm- und Fritz-Ulrich-Schule) ausgegeben werden, sind bestens angelegt. Denn „eine Schule ist mehr als ein Ort der Wissensvermittlung“, wie es die Verwaltung formuliert hat, zumal dann, wenn sie architektonisch voll überzeugt und mit modernsten Lernmitteln ausgestattet ist. 

Und auch wenn die Dieter-Schwarz-Stiftung ihre Planung für einen zweiten Bildungscampus vorantreibt und diesen enorm
vergrößert, können wir das begrüßen, allerdings mit der Auflage, die Bertolt Brecht seinem
Protagonisten Galilei in den Mund legt: „Ich halte dafür, daß das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“ Der Bildungsbereich darf keinesfalls komplett privatisiert werden. Dies werden wir kritisch beobachten. Wenn zudem der Campus mit der Stadt zusammenwächst, kann HN in der Tat zur lebendigen Wissensstadt avancieren.


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